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Projekte: Multiplikatorenschulung Konfrontatives Konfliktmanagement  

Multiplikatorenschulung Konfrontatives Konfliktmanagement

Dr. Stefan Schanzenbächer in der Schulung

Konflikte sind eigentlich „normal“ und gehören zum Leben dazu. Doch was passiert, wenn die Konflikte so massiv werden, dass sie für alle Beteiligten eine unzumutbare Belastung darstellen? Ein Fall für konfrontative Konfliktmanager!

Konfrontative Konfliktmanager/-innen haben gelernt, mit Konflikten aktiv und kreativ, aber vor allem "konfrontativ" umzugehen. Das heißt: Sie treten den Ansichten, Verhaltensweisen und Äußerungen der Konfliktparteien entgegen

Auf der Basis bestimmter Prinzipien und Arbeitsinhalte haben wir in Kooperation mit dem SPFW eine ganz neue Maßnahme konzipiert: Konfrontatives Konfliktmanagement.

Wir bieten eine Weiterbildung an, die die konfrontative Methodik ausführlich vermittelt. Ebenso neu ist der direkte Praxisbezug dieser Fortbildung. Das Erlernte wird in einigen Handlungsfeldern der Kursteilnehmer/innen als ausgewählte Modellprojekte direkt erprobt und so in die Praxis implementiert.
Dieser Zertifizierungskurs befähigt die Teilnehmer/innen zur Ausübung konfrontativen Konfliktmanagements.

Das bedeutet im Detail:

  • Sie lernen konfrontative Pädagogik als theoretische Fundierung konfrontativen Konfliktmanagements kennen.
  • Sie analysieren ihre Organisation und die Gruppe, mit der sie arbeiten, und entwickeln Ideen, wie sie diese durch gezielte Interventionen verändern können.
  • Sie können auf ein breites konfrontatives Handlungsrepertoire zurückgreifen und es adäquat zur Verwirklichung der Ziele einsetzen.
  • Sie erarbeiten mit fachlicher Unterstützung das dazu notwendige methodische Handwerkszeug und erweitern dadurch ihre persönlichen und beruflichen Handlungsmöglichkeiten.
  • Sie entwickeln und verfestigen diese Techniken und Methodiken durch die Anwendung in ihrer Praxis.
    Sie nutzen als Teilnehmer/in in einer konstanten Kursgruppe die Möglichkeit zu persönlicher Entwicklung und nachhaltigem Lernen.

Umfang und Stunden

Die Maßnahme umfasst idealerweise 7 Kursabschnitte mit 21 Kurstagen in 11 Monaten: konfrontative Trainings und Workshops zur Erarbeitung methodischer Grundlagen sowie 12 Einheiten Supervision (zu je drei Zeitstunden). Hinzu kommen 12 Praxistage in ausgewählten Einrichtungen der Teilnehmer/innen (insgesamt 300 Stunden). Denkbar sind aber auch die Vermittlung einzelner Abschnitte oder eine Einführungsveranstaltung in die Methodik über 2 Tage. 

In diesen Blöcken vermitteln wir:

  1. Theoretische Grundlagen: psychologische Theorien, Grundlagen und Systematik des Konfrontativen Stils, Modelle aus der Praxis, Konfliktmanagement, Analyse der jeweiligen Organisation der Teilnehmer/innen anhand einer Analysestruktur (JOD).
  2. Konfrontative Methodiken und Techniken. Übungen in Kleingruppen anhand des Boxenstopp-Lehrfilms.
  3. Erarbeitung von Projektkonzeptionen zur Implementierung von KKM in die eigene Praxis.
  4. Selbsterfahrung auf dem "Heißen Stuhl" für jede/jeden Teilnehmer/in. "Körperthrilling": Selbstbehauptungstraining, Deeskalationstraining, Selbsterfahrung von körperlichem Gewalteinsatz, Reaktionsübungen in schwierigen Konfliktsituationen.
  5. Rational-Emotive Verhaltenstherapie (nach Albert Ellis): Vermittlung des kognitiven Modells der Emotionsentstehung, Gefühle/Emotionen, Veränderung unangemessener Emotionen, Einführung in das ABC-Modell, Identifikation dysfunktionaler Konzepte und Denkmuster, Anwendung des ABC-Modells, Disputation identifizierter dysfunktionaler Konzepte, Funktionalitätsprüfung der Zielsetzungen und Bewertungssysteme, Einsatz des Sokratischen Dialogs, Aufbau neuer, funktionaler Konzepte, Erstellen und Training neuer rationaler und funktionaler Denkweisen auf der inhaltlich-logischen und auf der Verhaltensebene.
  6. Provokative Therapie (nach Frank Farrelly): Der Provokative Stil (ProSt): Kennzeichen, Voraussetzungen, Ziele, Vorgehensweise, Schwerpunkte im ProSt, Lust am Scheitern, Wahrnehmung/Kooperation, Status, Geschichten, Bilder, Körpersprache.
  7. Gruppendynamisches Seminar: Person und Rolle in der Gruppe, Design von Gruppenprozessen; Organisationstraining: Dynamiken von Personen, Gruppen und Organisationen, Diagnose und Intervention in Gruppen und Teams, Leitungsrollen in Gruppen und Teams, Macht und Vertrauen, Konflikt und Kooperation, Peer group education.
    Abschlusskolloquium und Abschlussreflexion

Flexibel und individuell

Gerne passen wir diese Weiterbildung auf Ihre Bedürfnisse an und organisieren Ihnen diese Schulung als (Inhouse-)Veranstaltung auch zu speziellen Themen wie:

  • Extremismus
  • Flüchtlinge
  • Amok
  • Traumata

Sprechen Sie uns an und wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot!


Hier finden Sie Informationsmaterial zum Konfrontativen Konfliktmanagement als PDFs zum Download:
Mehr Informationen (Kurzinfo, PDF)

Ausführliche Ausschreibung (PDF)

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