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Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.
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Stichwort „Boxenstopp“

Spenden-Button des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V.

 
Einleitung: Was ist Boxenstopp?  

Boxenstopp - ein wichtiger Bestandteil der Gewaltprävention im Land Brandenburg

Ziele und Nutzen

Auf der Basis unserer guten Erfahrung mit unseren Angeboten "Echt cool" und "Respekt" (ausgezeichnet durch das MBJS), der ständig wachsenden Nachfrage der Schulen nach Unterstützung und einem gewachsenen Bewusstsein, präventive Angebote früher und stärker in der Schule vorzuhalten, möchten wir unsere Aktivitäten auch in diesem Jahr stärker auf Schulen im Land Brandenburg konzentrieren.

Ziele des Projektes Boxenstopp sind:

  • Jugendliche Gewaltbereitschaft, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus abzubauen,
  • die berufliche Integration der jungen Menschen zu fördern,
    Toleranz für fremde und ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schaffen,
  • alternative Konfliktlösungsmöglichkeiten zu vermitteln und
    damit ist das Ansehen des Landes in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Nutzen. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer:

  • verfügen über ein gestärktes Selbstbewusstsein,
  • haben alternatives Verhalten als Problemlösungsstrategie erlernt und  einen tragfähigen prosozialen individuellen Lebensentwurf entwickelt,
  • haben die Ursachen und Wirkungen des einzelnen Verhaltens erkannt und haben verstanden,  wie eigenes Verhalten auf andere wirkt (Selbst- und Fremdwahrnehmung),
  • erkennen Fehlverhalten, übernehmen  Eigenverantwortung und  entwickeln autonomes Verhalten,
  • sind geübt in demokratischen Entscheidungsstrukturen und haben Kritikfähigkeit entwickelt,
  • sind auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert, da ihre vorhandenen persönlichen und sozialen Ressourcen gefördert wurden,
  • haben sich in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen bewährt und
    haben ihre Ängste und Unsicherheiten abgebaut.

Auf der Ebene der Institution Schule möchten wir der Schule eine positive Identität geben.

Zwei Mädchen

Gewalt durch Jugendliche ist ein Problem von besonderer Brisanz. Gewalt produziert Opfer - Menschen, die oft für ihr ganzes Leben lang unter diesen Gewalttaten leiden. Gewalt beeinflusst das gesellschaftliche Klima mit negativen Wirkungen für das Lebensgefühl und das Ansehen ganzer Regionen. Gewalt fordert die gesamte Gesellschaft heraus und erzeugt Ohnmacht. Im Schnittfeld von Jugendhilfe, Schule und Justiz, versuchen wir mit neuen effektiven Trainingsmethoden und präventiven Ansätzen Antworten auf Gewalt anzubieten. Die vorhandenen Methoden reichen nicht weit genug. Neben neuen Alternativen zum Training von jungen Gewalttätern, wollen wir bei der Prävention möglichst früh ansetzen und zielgenau junge Menschen ansprechen, die aufgrund ihrer Lebensbedingungen und ihrer schulischen Situation als gefährdet betrachtet werden können.

In den letzten sieben Jahren hat sich Boxenstopp als unverzichtbarer Bestandteil im Kontext von Gewaltprävention im Bereich der Jugendhilfe bewiesen. Für eine Vielzahl von Akteuren der Jugendhilfe und Multiplikatoren im Aktionsfeld zwischen Schule und Justiz konnte Boxenstopp eine tragfähige Struktur der  Vermittlung von wirksamen Methoden zur Bekämpfung von Gewalt aufbauen. Mit unseren Maßnahmen erreichen wir viele Fachkräfte und versetzen sie in die Lage, selbstständig vor Ort eigene Angebote durchzuführen. Boxenstopp kann inzwischen als Markenzeichen für wirksames pädagogisches Handeln gegen Gewalt im Land Brandenburg bezeichnet werden.

Das 2004 erschienene Buch der Projektleiters "Gewalt ohne Ende - Neue Perspektiven durch Anti-Aggressivitätstraining und konfrontative Pädagogik in Brandenburg" dokumentiert eindrücklich die umfangreichen Aktivitäten und Erfolge von Boxenstopp. Zudem liegen über 50 Veröffentlichungen, Presse- und Rundfunkberichte vor, die die Aktivitäten von Boxenstopp würdigen. Durch die Unterstützung des MBJS und des Landespräventionsrates konnten wir 416.045.- EURO  zusätzliche Bundesmittel akquirieren. Nach Ablauf der Bundesförderung im Kontext des "XENOS-Programms" der Bundesregierung, haben wir 2005 unsere Teamgröße deutlich verkleinert.

Das zweite Buch des Projektleiters "Gewalt stoppen mit Konfrontation" mit eingelegter Film-DVD erschien 2006 und setzte bundesweit neue Maßstäbe, denn bis zum Erscheinen dieses Boxenstopp-Films gab es keinen Lehrfilm zur konfrontativen Methodik.

Boxenstopp gewährleistet im ganzen Land Brandenburg vielfältige Kurs- und Qualifikationsangebote für Multiplikatoren aus dem Bereich der Jugendhilfe und führt umfangreiche, selbst entwickelte und erprobte Angebote weiter. Zudem soll das inzwischen bewährte Ausbildungsangebot "Konfrontatives Konfliktmanagement" für Fachkräfte der Jugendhilfe und Justiz, das in der Vergangenheit mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungswerk (SPFW) angeboten wurde, auch dieses Jahr am SFBB angeboten werden. Wie bisher stets praktiziert, sind alle Angebote darauf ausgerichtet, einen "Schneeballeffekt" zu bewirken.